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Der Blog für Mütter

Hilfreiche “Erste-Hilfe-Tipps” in Notsituationen, wie du dich besser verstehen kannst und wie du mit deinen Gefühlen umgehen lernst. Das und vieles mehr erwartet dich in meinem Blog.

Keimgedanke Cube Portät von Viola Cube

Du lernst, mit Zweifeln und Schuldgefühlen umzugehen, innere Stärke zu entwickeln und deinen ganz eigenen Weg als Frau und Mutter zu gestalten.

Keimgedanke Cube Portät von Viola Cube

Wenn Mutterschaft nicht zu deinem Lebensentwurf passt – über verpasste Lebenswege und den Weg zurück zu dir

16. März
3 Min. Lesezeit

Du warst schon immer ein Freigeist.


Neugierig auf das Leben.

Offen für das, was noch kommen könnte.

Du bist gerne gereist, hast neue Orte entdeckt, neue Menschen kennengelernt.


Dein Leben hat sich leicht angefühlt. Frei. Selbstbestimmt.


Du hattest Verantwortung aber nur für dich selbst.

Und genau das war die Art Leben, die sich für dich richtig angefühlt hat.


Auch für deine Zukunft.


Unabhängig sein.

Deinen eigenen Weg gehen.

Deinem inneren Kompass folgen.


Und dann kam diese Phase im Leben

Die Phase, in der plötzlich alle „sesshaft“ werden.


Freunde bekommen Kinder.

Paare planen Familien.

Die Gesprächsthemen verändern sich.

Plötzlich geht es um Schwangerschaften, Geburten, Kindergärten und Familienleben.


Du merkst, wie sich Prioritäten verschieben.

Und irgendwann fühlst du dich vielleicht ein Stück weit außen vor.


Du kannst bei vielem nicht mehr wirklich mitreden.

Du bist nicht mehr ganz Teil dieser neuen Welt.


Und dann sind da noch deine Eltern.

Die sich so sehr ein Enkelkind wünschen.


Vielleicht lebst du auch in einer Kultur, in der Mutterschaft selbstverständlich dazugehört.

In der eine Frau ohne Kinder immer wieder Fragen auslöst.


„Willst du wirklich keine Kinder?“

„Bereust du das später nicht?“

„Eine Familie gehört doch zum Leben.“


All diese Stimmen wirken.


Die Entscheidung

Irgendwann beginnt vielleicht ein Gedanke in dir zu arbeiten.


Vielleicht bekomme ich das doch hin.

Vielleicht verändert sich etwas, wenn ich schwanger bin.

Vielleicht kommt der Wunsch von ganz allein.


Du hast dir gesagt:


Ich bin stark.

Ich bin frei.

Auch mit einem Kind kann ich mein Leben weiterführen.


Meine Freiheit bleibt.

Mein Beruf bleibt.

Mein Leben bleibt.

Es wird einfach… erweitert.

Also triffst du die Entscheidung.


Wenn die Realität anders aussieht

Dann hältst du dein Kind im Arm.


Und ja du liebst es.

Natürlich liebst du es.


Aber gleichzeitig merkst du:


Es ist nicht so, wie du es dir vorgestellt hast.

Mutterschaft ist intensiver.

Verantwortungsvoller.

Bindender.

Kinder brauchen mehr Nähe.

Mehr Aufmerksamkeit.

Mehr von dir.

Viel mehr, als du erwartet hast.


Plötzlich trägst du nicht mehr nur Verantwortung für dein eigenes Leben, sondern auch für das eines kleinen Menschen, der vollständig von dir abhängig ist.


Und das verändert alles.


Der Blick auf das, was vielleicht nicht mehr möglich scheint

Du kehrst irgendwann in deinen Beruf zurück.


Aber etwas hat sich verändert.


Das Gefühl von Freiheit ist nicht mehr das gleiche.


Dein Kopf ist oft woanders.

Zu Hause wartet jemand auf dich.


Manchmal schweifen deine Gedanken ab.


Zu dem Leben, das du dir einmal vorgestellt hast.


Zu den Reisen, die du noch machen wolltest.

Zu den Orten, die du entdecken wolltest.

Zu den Möglichkeiten, die vielleicht noch gekommen wären.


Du fragst dich, wohin dein Weg dich geführt hätte.


Beruflich.

Persönlich.

Als Mensch.

Und plötzlich fühlt sich dein Leben enger an als früher.

Nicht, weil dein Kind etwas falsch gemacht hat.

Sondern weil Mutterschaft Grenzen mit sich bringt, die du vorher so nicht kanntest.


Verpasste Möglichkeiten – ein schmerzhafter Gedanke

Vielleicht tauchen Gedanken auf wie:


Habe ich mich bei der wichtigsten Entscheidung meines Lebens beeinflussen lassen?


Du warst immer selbstbewusst.

Immer selbstbestimmt.


Und trotzdem bist du irgendwann unsicher geworden.


Vielleicht spürst du Trauer.

Vielleicht Wut.

Vielleicht auch Verzweiflung.


Über ungelebte Freiheit.

Über verpasste Möglichkeiten.


Das sind harte Gedanken.

Und oft werden sie nicht ausgesprochen.


Aber viele Mütter kennen sie.


Wenn diese Gedanken auftauchen

Vielleicht erkennst du dich in diesen Worten wieder.


Vielleicht auch nur ein Stück.


Und vielleicht schämst du dich für diese Gedanken.


Du denkst:

So darf ich nicht fühlen.

Ich müsste dankbar sein.

Ich müsste glücklich sein.


Aber Gefühle lassen sich nicht einfach wegdrücken.


Sie entstehen aus deiner Geschichte, aus deinen Werten, aus dem Leben, das du dir einmal vorgestellt hast.


Und sie dürfen da sein.


Zwischen dem alten und dem neuen Leben

Mutterschaft verändert vieles.


Manchmal fühlt es sich an, als hätte man ein Leben hinter sich gelassen und wäre in ein anderes hineingewachsen.


Zwischen diesen beiden Welten einen neuen Platz für sich zu finden, braucht Zeit.


Es bedeutet nicht, dass du dein altes Ich vollständig verlieren musst.


Und es bedeutet auch nicht, dass alles wieder so wird wie früher.


Aber es kann bedeuten, dass du langsam herausfindest, wie beide Teile von dir nebeneinander existieren können.


Der Mensch, der du einmal warst.

Und die Mutter, die du heute bist.


Dein Leben gehört immer noch dir

Auch mit Kind bleibt dein Leben dein Leben.


Vielleicht sieht Freiheit heute anders aus als früher.

Vielleicht braucht sie neue Wege, neue Formen, neue Möglichkeiten.


Manches wird sich verändern.

Manches braucht Anpassung.


Aber vieles kann weiterhin Teil deines Lebens sein.


Deine Neugier.

Deine Persönlichkeit.

Deine Wünsche.


Und dein Kind muss dich nicht davon trennen, sondern kann dich auch auf neuen Wegen begleiten.


Nicht alles wird so sein wie früher.


Aber dein Leben ist nicht vorbei.


Es verändert sich und du darfst mitgestalten, wie.


 
 
 

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Keimgedanke Cube Portät von Viola Cube
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