Bei dir bleiben in der Mutterschaft – warum das so schwer ist
- 9. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

In der Mutterschaft ganz bei sich zu bleiben klingt erst einmal einfach.
Schließlich bist du die Mutter. Natürlich gestaltest du dein Muttersein so, wie es sich für dich richtig anfühlt.
Und doch erleben viele Mütter genau das Gegenteil.
Denn es gibt unzählige Faktoren, die uns davon abhalten, wirklich bei uns zu bleiben:
die Meinungen der eigenen Eltern,
die gut gemeinten Ratschläge der Großeltern,
Vergleiche mit anderen Müttern,
gesellschaftliche Erwartungen,Blicke, Kommentare, unausgesprochene Bewertungen.
Wir werden ständig beeinflusst, bewusst und unbewusst.
Die Frage ist also nicht, ob wir beeinflusst werden, sondern wie wir damit umgehen.
Gibt es einen richtigen Weg?
Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht.
Einfach aus dem Grund, dass jede Mutter anders ist.
Jede Frau bringt ihren eigenen Charakter mit.
Ihre eigene Geschichte.
Ihre eigenen Erfahrungen, Prägungen und Verletzungen.
All das spielt eine Rolle, wenn es darum geht, sich als Mutter treu zu bleiben.
Was für die eine Mama funktioniert, fühlt sich für die nächste völlig falsch an.
Und genau das darf so sein.
Muttersein ist ein Lernprozess
Wichtig ist vor allem eines:
dass du dir erlaubst, Fehler zu machen.
Dass du dir selbst sagen darfst:„Ich lerne noch.“
Denn Muttersein wird uns nicht einfach in den Schoß gelegt.
Es ist kein Zustand, den man erreicht, sondern ein Prozess.
Ein langer Prozess.
Mit Höhen und Tiefen.
Mit Unsicherheiten, Zweifeln und Momenten, in denen alles durcheinandergeraten scheint.
Viele Frauen durchlaufen in dieser Zeit die sogenannte Muttertät, einen tiefgreifenden Entwicklungsprozess, den ich bereits in einem vorherigen Beitrag beschrieben habe.
Und dieser Prozess verläuft für jede Mutter anders.
Wenn alles durcheinandergeraten ist
Fest steht:
In dieser Phase wird vieles neu sortiert, innerlich wie äußerlich.
Und ja, das darf sich chaotisch anfühlen.
Vielleicht hilft es, den Blick zu verändern:
Statt zu fragen „Was ist eigentlich los mit mir?“,
dürftest du dich fragen:
„Was für eine Aufgabe bewältige ich gerade?“
Du wächst in eine Rolle hinein, die du vorher nie ausprobieren konntest.
Natürlich gibt es dabei Unsicherheit.
Natürlich darfst du verzweifelt sein.Natürlich darfst du Fehler machen.
Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Entwicklung.
Deinen eigenen Weg finden
Bei dir zu bleiben bedeutet nicht, alles sofort zu wissen.
Es bedeutet, dich langsam an diese Aufgabe heranzutasten.
Auszuprobieren:
Was funktioniert für mich und mein Kind gut?
Wo fühlt sich etwas stimmig an?
Wo brauche ich noch Zeit?
Auch Scheitern gehört dazu.
Denn Mutterschaft ist Neuland.
Umgang mit äußeren Einflüssen
Du darfst Hilfe annehmen.
Du darfst Ratschläge annehmen, wenn sie dir guttun.
Und du darfst dich distanzieren von allem, was dich verunsichert oder klein macht.
Sprich Dinge an.
Steh zu dir und zu deiner Haltung.
Auch wenn nicht jede Reaktion angenehm ist.
Denn am Ende gilt:
Du bist die Mutter.
Es ist dein Kind.
Es ist deine Mutterschaft.
Und du darfst deinen eigenen Weg gehen.






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