Muttertät – warum sich Mutterschaft oft so überwältigend anfühlt
- 27. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Schon während der Schwangerschaft merkst du vielleicht, dass deine Gefühle intensiver werden.
Du bist schneller weinerlich, nimmst dir Dinge mehr zu Herzen, die dich früher nicht so aus der Bahn geworfen hätten.
Vielleicht kommen auch Ängste auf:
Angst vor der Mutterschaft.
Zweifel, ob du eine gute Mutter sein wirst.
Unsicherheit darüber, was dich eigentlich erwartet.
Wenn das Baby da ist und nichts so ist wie gedacht
Dann ist dein Baby geboren und plötzlich fühlst du dich überfordert.
Du hast das Gefühl, nicht richtig ins Muttersein hineinzufinden.
Du bist verunsichert, die Zweifel werden größer.
Alles scheint dir über den Kopf zu wachsen.
Du hast tausend Fragen und kaum Antworten.
Gleichzeitig merkst du, wie sich dein Alltag und dein bisheriges Leben verändern.
Prioritäten verschieben sich.
Du veränderst dich selbst.
Vielleicht verändert sich auch dein Umfeld, deine Freundschaften, deine Beziehung.
Es fühlt sich an, als würde Chaos hereinbrechen und du kannst dir kaum erklären, warum das alles so schwer ist.
Muttertät – der Übergang von der Frau zur Mutter
Für all das gibt es einen Begriff: Muttertät.
Die Muttertät beschreibt einen tiefgreifenden Entwicklungsprozess den Übergang von der Frau zur Mutter.
Lange Zeit galt die Annahme, dass Frauen dank Intuition und „Mutterinstinkt“ ganz selbstverständlich in ihre Rolle finden.
Dass Muttersein etwas ist, das einfach funktioniert, weil Frauen dafür „gemacht“ seien.
Doch genau diese Vorstellung setzt viele Mütter unter Druck.
Warum Muttertät viel zu wenig thematisiert wird
Dabei ist es eigentlich selbstverständlich:
Warum sollte es nur eine Pubertät geben, in der aus Kindern junge Erwachsene werden?
Der Übergang von einer Frau zur Mutter ist ebenfalls eine der größten Entwicklungsphasen im Leben und dennoch wird sie viel zu selten benannt.
Die Muttertät ist ein Prozess, der ebenso komplex und herausfordernd ist wie die Pubertät.
Veränderungen finden auf vielen Ebenen statt:
körperlich
psychologisch
emotional
beruflich
spirituell
in Beziehungen
Kein Wunder also, dass sich vieles erst einmal instabil, chaotisch und fremd anfühlt.
Eine Einladung an dich
Liebe Mama, bitte sei geduldig mit dir.
Setze dich mit diesem Prozess auseinander.
Erkenne an, dass gerade vieles durcheinandergewirbelt wird.
Erlaube dir, dass nicht alles sofort klar oder leicht ist.
Geh Schritt für Schritt, in deinem Tempo.
Du gibst jeden Tag dein Bestes.
Du schenkst deinem Kind Liebe und Geborgenheit.
Und das spürt dein Kind, ganz sicher.






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