Wenn Erwartungen an Mütter zu hoch werden – Weihnachtszeit zwischen Perfektion und Erschöpfung
- violacube
- 21. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es ist Weihnachtszeit. Und du bist mal wieder am Rotieren, wie jedes Jahr.
Du sagst dir selbst, dass nicht alles perfekt sein muss. Und trotzdem ist da diese innere Erwartungshaltung an dich. Für deine Familie. Für dein Umfeld. Vor allem aber für deine Kinder.
Denn wenn du nicht mindestens fünf verschiedene Plätzchensorten gebacken hast, wenn nicht noch eine Lichterkette mehr hängt, die den Zauber und die gemütliche Stimmung hervorhebt, wenn der Wichtel sich nicht täglich mit Briefen oder Streichen meldet, dann scheint alles hinüber zu sein.
Dann ist sie weg, diese Magie der Weihnachtszeit. Die Kinder sind enttäuscht. Die Familie fühlt sich nicht umsorgt genug. Und wenn dann auch noch das Weihnachtsmenü nicht auf den Punkt ist, scheint das Bild endgültig zu kippen.
Erwartungen trotz leerer Ressourcen
Dabei weißt du eigentlich, dass du schon im ganz normalen Alltag oft strauchelst. Dass es dir schwerfällt, alles unter einen Hut zu bekommen. Dass du dir wünschst, erst einmal wieder mehr Ausgeglichenheit und Selbstfürsorge in dein Leben zu bringen ohne schlechtes Gewissen.
Du möchtest lernen, deine Grenzen zu wahren. Und trotzdem bürdest du dir ausgerechnet zur Weihnachtszeit noch mehr auf.
Weil du denkst: Das bisschen mehr Stress schaffe ich jetzt auch noch.
Wenn der Körper die Reißleine zieht
Kurz vor Weihnachten wirst du dann vielleicht krank.
Und weißt du warum? Weil du zu lange über deine Grenzen gegangen bist. Weil du die Warnsignale deines Körpers nicht ernst genommen hast.
Jetzt liegst du flach und gönnst dir trotzdem keine wirkliche Auszeit. Das kannst du dir jetzt auch nicht noch leisten. Nicht, wenn Weihnachten sowieso schon nicht „perfekt“ ist.
Was wir dabei oft vergessen
Dabei gerät etwas Entscheidendes aus dem Blick:
Worum geht es an Weihnachten eigentlich wirklich?
Der größte Zauber für Kinder entsteht nicht durch Perfektion. Nicht durch noch mehr Plätzchen, noch mehr Deko oder perfekt inszenierte Rituale.
Sondern dadurch, dass wir als Eltern präsent sind. Dass wir gemeinsam Erinnerungen schaffen. Dass wir diese Zeit bewusst miteinander erleben.
Dass Kinder spüren: Uns fehlt es an nichts. Uns geht es gut. Wir haben einander.
Grenzen achten statt Erwartungen erfüllen
Es ist so wichtig, dass du lernst, deine Grenzen bewusst wahrzunehmen.Dass du bewusst weniger leistest.Dass du einen Schritt zurücktrittst, bevor du völlig zusammenbrichst.
Und dass du dir erlaubst zu erkennen: Menschen, die deine Grenzen nicht achten und Erwartungen an dich haben, die mehr von dir verlangen, als du gerade geben kannst, haben schlichtweg nicht das Recht dazu.
Teile dich mit.
Achte auf dich.
Was deine Kinder wirklich brauchen
Deine Kinder brauchen keine perfekte Mama. Sie brauchen eine Mama, die präsent ist.
Die für sie da ist. Die diese Zeit gemeinsam mit ihnen verbringt.
Nicht die gestresste, ungeduldige und perfektionistische Version davon.
Vielleicht liegt genau darin der größte Weihnachtszauber:
weniger Erwartungen und mehr echtes Dasein.






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