Wenn Muttersein nur noch Mithalten bedeutet
- violacube
- 16. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Tausend Gedanken im Kopf
Ich weiß noch genau, wie ich eigentlich anfangen wollte zu arbeiten, nachdem meine Familie aus dem Haus war. Ich wollte mich an den PC setzen und starten.
Während ich überlegte, womit ich anfangen sollte, gingen mir gleichzeitig tausend andere Gedanken durch den Kopf: Die Wäsche muss ich noch wegräumen. Was koche ich heute? Den Termin für meine Tochter muss ich noch vereinbaren.
Und was steht heute Nachmittag eigentlich noch an?
Ich war die ganze Zeit schon erschöpft, aber an diesem Tag war es anders.
Wenn nichts mehr geht
Ich habe mich aufs Bett gelegt und mir Musik angemacht, weil ich gemerkt habe, dass ich das gerade brauche.
Ich habe aus dem Fenster geschaut und einfach nur gestarrt. Mein Kopf war für einen Moment komplett leer. Ich beobachtete, wie der Rauch aus dem Schornstein des Hauses gegenüber aufstieg.
Ich dachte an nichts. Ich war leer. Erschöpft. Müde. Ausgelaugt. Schlichtweg überfordert.
Tränen liefen mir übers Gesicht und ich fühlte mich gefangen.
Mithalten – mit wem eigentlich?
Kennst du dieses Bild: Du stehst auf einer Kreuzung, um dich herum zirkuliert der Verkehr, die Lichter ziehen im Zeitraffer an dir vorbei. Dieses Gefühl, kurz ausgestiegen zu sein und gleichzeitig nicht mithalten zu können.
Genau so ging es mir in diesem Moment.
Ich dachte: Wie soll ich das schaffen? Wie soll ich weiter mithalten?
Und allein dieses Wort hallte in meinem Kopf wider: mithalten.
Mithalten, mit wem eigentlich? Und warum? Muss ich das überhaupt?
Wer erwartet das von mir?
Bin ich es nicht selbst, die diese Erwartungen an sich stellt?
Warum mache ich mir diesen Stress? Was bringt mir das und wem eigentlich?
Raus aus dem Funktionsmodus
Ich bin aufgestanden, spazieren gegangen und habe mir wieder bewusst gemacht, wie viel in unserer eigenen Hand liegt.
Wir als Mütter müssen eigentlich nur eines: schauen, dass unser Alltag zu unserem Leben passt. Dass wir nicht dauerhaft in einem endlosen Funktionsmodus feststecken.
Dass wir da hineingeraten ist normal und kaum vermeidbar. Wichtig ist aber, dass wir auch wieder herausfinden.
Und das beginnt damit, dass wir uns, so schwer es auch ist, Zeit nehmen in uns hineinzuspüren.
Was brauche ich jetzt?
Wie sollen meine Tage eigentlich aussehen?
Wo kann ich mal weniger geben?
Es ist ganz wichtig Prioritäten zu setzen und sich auch mal zu überwinden etwas liegen zu lassen und es einfach mal gut sein zu lassen.
Nimm dir Zeit, denn wenn wir uns diese Zeit nicht nehmen, können wir nicht wirklich
produktiv sein, weder im Job noch im Familienalltag.
Wir müssen uns diese Zeit für uns nehmen.






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